Die Teilnehmer der 2. Ausfahrt zum Kyffhäuser, 08. Juni 2013. Von links: Peter, Dieter, Lothar, Günter und Peter(Kartoffelsalat)

Am Samstag den 08. Juni 2013, zu unserer 2. Ausfahrt der Rollerfreunde Herzberg am Harz, (RFH) konnten wir zwei neue, bzw. drei neue Mitstreiter begrüßen.

Pünktlich zum vereinbarten Treffpunkt erschienen Peter, Lothar und Uwe, und schlossen sich unserer Interessengemeinschaft "Rollerfreunde Herzberg am Harz" (RFH) an. Aus Zeitgründen konnte Uwe an der heutigen Tour nicht teilnehmen und verabschiedete sich. Er wollte sich erst einmal bei uns allen bekannt machen und gerne, wenn es passt, bei einer anderen Tour mitfahren.

Nach einem ca. viertelstündigem Erfahrungsaustausch, fuhren wir pünklich um 10:00 Uhr, zu unserem heutigen Ziel, zum Kyffhäuser los.

Leider mussten wir nach ungefähr fünf gefahrenen Kilometern unseren ersten Ausfall verkraften. Die Vespa 200 von Jürgen, ich glaube inzwischen so 25 - 30 Jahre alt, also im Grunde eine Rarität, wollte an diesem Tag wohl zu Hause bleiben und ging im Standgas immer wieder aus. Jürgen meinte dann, es macht heute wohl keinen Sinn, verabschiedete sich, verließ noch in Herzberg die Gruppe und wünschte uns eine gute Fahrt. Es war dann wohl auch im Nachhinein die richtige Entscheidung.

Der Wettergott war, wie auf unserer ersten Fahrt, wieder einmal ganz auf unserer Seite. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen warmen 21°, später sollte es noch wärmer werden, ging es über Rhumspringe, Zwinge, Stökey in Richtung Epschenrode, unserem ersten kleinen Etappenziel.

So sollte es sein, aber leider mussten wir in Stökey kurz vor Ortsausgang, wegen einer Umleitung unsere geplante Route erst einmal verlassen, sodass wir Epschenrode mit reichlich mehr Kilometern auf dem Tacho, schließlich doch noch erreichten. Kurzerhand verlegten wir unser erstes Etappenziel nach Trebra und damit auch die erste kleine (Zigarretten) Pause.

Eine Woche vor dieser Tour traf mein neu bestelltes Navi bei mir zu Hause ein. Nach dem Auspacken und Ausprobieren musste ich das Gerät wegen eines Softwarefehlers leider wieder einschicken und umtauschen lassen. Nur war es bis zum Beginn unserer Tour nicht wieder bei mir eingetroffen. Aber was machen in so einem Fall ?

Um nicht ständig anhalten zu müssen, um in die Karte zu schauen, habe ich mir die Tour Ort für Ort auf ein DIN A4 Blatt ausgedruckt. Nun konnten wir sie der Reihe nach abfahren. Wenn da nur nicht immer diese blöden Umleitungen gewesen wären. Da kannst du mit so einer Auflistung nichts mehr anfangen.

Die Folge, wir sind dann über Seega, also vom Süden aus, über Kelbra zum Kyffhäuser gefahren. War auch nicht schlimm. So haben wir auf diese Weise gleich eine Tour rund um den Kyffhäuser absolviert. Ursprünglich und nach meiner Liste hätten wir den  Kyffhäuser aus westlicher Richtung anfahren müssen.

Aber um 13:20 Uhr waren wir an unserem Ziel, dem Kyffhäuser, angekommen. Hier machten wir erst einmal eine große Pause und stärkten uns für unsere Rückfahrt mit leckeren Speisen vom Grill. 

Die Rückfahrt ging dann wieder nach DIN A4 - Navi, also abfahren Ort für Ort, zügig voran. Über Roßla, schön am Nordrand des Kyffhäuser gelegen, Rottleberode, Illfeld, Ellrich bis vorerst Bad Sachsa, wo wir dann unsere Rückfahrtpause bei Kaffee, Kuchen und Eis einlegten.

Hier sollten wir dann , ohne es zu wissen, noch ein  unschönes aber auch lustiges Abenteuer erleben.  

Wärend wir bei einem geselligen Gespräch genüßlich unseren Kuchen und Eis verzehrten, erschien plötzlich ein älterer Herr und fragte: "Meine Herren, gehören ihnen vielleicht da draußen die Motorräder"? Ja antworteten wir. "Oh, dann muss ich Ihnen sagen, da ist ein Motorrad umgefallen"!

Nachdem wir uns die Situation angeschaut hatten mussten wir allerdings feststellen, dass der gute Herr mit seinem Auto gleich zwei unserer Maschinen umgefahren hatte. Da er sich aber hartnäckig weigerte den entstandenen Schaden einzugestehen, geschweige denn zu ersetzen, mussten wir die Polizei verständigen, die dann auch schnell aus Bad Lauterberg kommend vor Ort war.  

Nach ein paar freundlichen Worten der Polizeibeamten gestand er dann schließlich seinen Fehler ein und bezahlte gleich vor Ort in bar unseren beiden Kollegen den entstandenen Schaden.

Jetzt aber kam für uns und die Beamten erst die Überraschung. Der vorerst grimmige und etwas unfreundliche Herr war auf einmal wie umgewandelt. Er bedankte sich Freude strahlend bei uns und den Polizisten mit den Worten: " Meine Herren ich möchte mich recht herzlich bei ihnen bedanken. Es hat mir Spass gemacht, mit ihnen Geschäfte zu machen. Das können wir jederzeit wieder tun"! Danach lud er uns noch zu einem Schnäpschen ins Eis-Cafè ein. Was wir aber dankend ablehnten. Vielleicht ist dem Herrn das in letzter Zeit öfter passiert. Denn sein Auto zeigte rundherum sehr auffällige Berührungsspuren. Vielleicht hätte er, wenn er den Schaden gemeldet hätte, Probleme mit seiner Versicherung bekommen, und dann eventuell auch mit dem Entzug seines Führerscheines rechnen müssen.

So konnten wir, trotz dieses unschönen Zwischenfalls, dann doch alle noch schmunzeln, ja sogar köstlich lachen und unsere Heimfahrt nach Herzberg antreten. 

Aus ursprünglich 174 geplanten Km sind dann doch tatsächlich 217 gefahrene Km geworden und alle kamen gesund und munter um 17:15 Uhr wieder in Herzberg an, wo wir uns dann voneinander verabschiedeten und uns gegenseitig noch eine gute Heimfahrt wünschten.

Bilder von unserer zweiten Tour wie immer auf der Seite "Fotos".

 

Allen Bikern allzeit gute Fahrt wünscht euch         Günter  



  

mal wurde unsere Homepage schon aufgerufen.

An alle die hier vorbeigeschaut haben,

"Vielen Dank" für euer Interesse.

Die "Rollerfreunde Herzberg"